Der Mieter will vor Vertragsende raus. Job, Trennung, Hauskauf — die Gründe sind privat. Für Sie zählt der Ablauf: Nachmieter, Übergabe, Kaution, offene Tickets, Portalzugang. Wer das dem Zufall überlässt, hat zwei Parteien im Haus und keine klare Zuständigkeit.
Zuerst: Datum und Spielregeln
Wann ist der gewünschte Auszug? Gibt es einen Nachmieter-Vorschlag? Bleibt die Haftung bis zur Vertragsende-Regelung, die Sie vereinbaren? Das ist keine Moraldebatte, das ist ein Kalender. Schriftlich, auch wenn alle nett sind.
Ein vorgeschlagener Nachmieter ist ein Angebot, keine Pflicht. Bonität und Hausfrieden prüfen Sie wie bei jeder Neuvermietung. Druck („sonst ziehe ich trotzdem aus“) ändert die Prüfung nicht.
Offene Meldungen
Tropfender Hahn, offene Frage zur Nebenkostenabrechnung — das darf nicht zwischen den Stühlen landen. Entweder vor der Übergabe erledigen oder bewusst in die Kautionsabrechnung / den Nachfolger überführen. „Läuft noch irgendwo“ ist der teuerste Status.
Übergabe und Zugang
Dieselbe Checkliste wie bei jedem Auszug: Zähler, Schlüssel, Fotos. Portal: alten Zugang nach Übergabe schließen. Wenn der Nachmieter schon einzieht, überlappen sich die Daten nicht in einem gemeinsamen Chat.
Kaution: Abrechnung nach den üblichen Fristen, unabhängig davon, ob der Auszug „früh“ war. Offene Schäden aus dem Protokoll, nicht aus dem Gedächtnis.
Leerstand vermeiden, nicht übers Knie
Ein nahtloser Nachmieter spart Leerstand. Ein ungeeigneter Nachmieter kostet mehr als zwei Wochen ohne Miete. Inserat und Besichtigung parallel zur Restwohnzeit nur, wenn der noch wohnende Mieter das mitträgt und Termine eingehalten werden.
Digitaler Wechsel: Mieterwechsel digital. Die Wochen dazwischen: Leerstand zwischen zwei Mietern.